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Asylrecht

Anwaltskosten

Die anwaltliche Sachbearbeitung asylrechtlicher Angelegenheiten stellt sich als im Vergleich mit anderen Rechtsgebieten sehr arbeitsintensiv dar. Bedingt durch den erheblichen zeitlichen Aufwand, der durch langwierige Besprechungen mit Mandanten, häufig unter Hinzuziehung von Dolmetschern, für die Beschaffung von Herkunftslandinformationen und für die fallbezogene Recherche in Fachliteratur sowie Behörden- und Gerichtsentscheidungen entsteht, ist es nur schwerlich möglich, in diesem Rechtsgebiet kostendeckend zu wirtschaften. Schließlich gilt es neben dem Lebensunterhalt des Rechtsanwaltes auch die laufenden Kanzleikosten, insbesondere für Personalgehälter und Büromiete, zu decken.

Eine Anwaltsvergütung auf dem Niveau der vom Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) vorgesehenen Gebühren gewährleistet keine Deckung des für die bestmögliche Bearbeitung asylrechtlicher Angelegenheiten erforderlichen und/oder den vom Mandanten regelmäßig in Anspruch genommenen Aufwand. Aufgrund dessen ist eine meiner Bedingungen für die Übernahme von Asylmandaten, dass eine Vergütungsvereinbarung (§ 3a RVG) getroffen wird. In einer Vergütungsvereinbarung kann z.B. bestimmt werden, dass die Vergütung des Rechtsanwaltes nach vereinbarten Stundensätzen erfolgen soll, dass Pauschalhonorare vereinbart werden oder dass sich die Gebührentatbestände nach einem bestimmten, gegebenenfalls von dem vom RVG oder dem Prozessgericht festgelegten Betrag abweichenden Streitwert richten soll.

Die von mir vorgesehenen Vergütungsvereinbarungen unterscheiden sich diesbezüglich danach, ob es sich um eine Vertretung im Asyl(verwaltungs)verfahren gegenüber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) oder im Verfahren vor den Verwaltungsgerichten handelt. Näheres hierzu auf den folgenden Seiten:

Gerichtskosten

In asylrechtlichen Streitigkeiten entstehen keine Gerichtskosten (§ 83b AsylG).

  Bild (Justitia - Deutsche Gesetze): Susann von Wolffersdorff / pixelio.de